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So verstehen Sie die Körpersprache Ihres Pferdes

Für den richtigen Umgang mit Ihrem Vierbeiner ist es besonders wichtig, dass Sie Ihr Tier verstehen. Aber was genau bedeutet es nun, wenn mein Pferd mit dem Huf stampft oder die Ohren anlegt? Welche Emotionen drückt es durch Laute oder seine Körpersprache aus?

Bei Pferden ist es zunächst wichtig zu verstehen, dass es sich um Flucht- und Herdentiere handelt, die über Jahrtausende hinweg ihre eigene Sprache entwickelt haben – nämlich die über ihren Körper. Da der Mensch nicht in die Kategorien "Herdentier" fällt, kann es deshalb gelegentlich zu Kommunikationsproblemen zwischen Mensch und Tier kommen. Um dies zu vermeiden, erklären wir Ihnen im Folgenden anhand einzelner Körperteile, wie Sie erkennen können, was Ihr Pferd fühlt. Denn das Verstehen der tierischen Körpersprache erleichtert das Miteinander ungemein und führt zu einer stärkeren, vertrauensvollen Bindung.

Laute

Ja, Pferde kommunizieren hauptsächlich über ihren Körper. Trotzdem hat sicherlich jeder Pferdefreund schon einmal das Wiehern, Schnauben oder auch ein Brummen bei seinem Vierbeiner wahrgenommen. Und natürlich gehören auch diese Geräusche zur Sprache der Pferde dazu. Pferde wiehern in der Regel allerdings nur selten und in bestimmten Situationen – zum Beispiel, wenn der Boxennachbar, Kumpel oder einfach der "Gesprächspartner" zu weit entfernt ist. Für das Pferd ist das Wiehern ein Distanzruf und macht so auf sich aufmerksam.

Gelegentlich ist auch ein tiefes Brummen zu hören, zum Beispiel, wenn Stuten nach ihren Fohlen rufen. Unter erwachsenen Pferden ist das Brummen eine freudige Begrüßung. Tatsächlich nutzen viele Vierbeiner diesen Laut auch, um "ihrem" Menschen „Hallo“ zu sagen.

Ertönt hingegen ein schrilles Quieken, ist die Lage ernster: Das Pferd könnte verärgert sein. Das "Kampfgeschrei" kann von Stuten und Hengsten eingesetzt werden und ist meist mit ausschlagenden Hinterhufen, Drohgebärden wie Steigen und stürmischen Kämpfen verbunden.

Das typisch "Schnauben" ist hingegen ein Zeichen für Entspannung und Zufriedenheit.

Ohren

Die Ohren eines Pferdes sind extrem beweglich – sie können sie sogar unabhängig voneinander bewegen und zeigen Ihnen so, ob das Tier aufmerksam, ängstlich oder gereizt ist.

  • Ihr Pferd hat die Ohren gespitzt und steil aufgerichtet? Dann deutet dies auf Konzentration und Interesse hin.
  • Ihr Pferd richtet ein Ohr in Ihre Richtung? Das ist ein gutes Zeichen, denn das Pferd ist auf Sie fokussiert, während es mit dem anderen Ohr aufmerksam die Umgebung wahrnimmt.
  • Bei eng angelegten Ohren ist Vorsicht geboten! Diese Geste deutet darauf hin, dass Ihr Pferd Gefahr lauert. Wobei es in manchen Fällen auch einfach "nur" mal schlecht gelaunt sein kann. Beim Reiten allerdings können eng anliegende Ohren auch auf Konzentration hinweisen.
  • Neigt das Pferd die Ohren leicht nach hinten, suggeriert es Entspannung. Hängen die Ohren zur Seite, ist es meist ein Zeichen, dass das Tier döst oder sich langweilt.

Maul und Nüstern

Das Pferdemaul ist extrem sensibel und lässt viele Gemütszustände erkennen. Locker hängende Lippen bspw. deuten auf eine Entspannungs- oder gar Schlafphase hin. Eine stark verkniffene bzw. zusammengepresste Maulpartie hingegen kann ein Zeichen für Schmerzen oder Unwohlsein sein.

Etwas merkwürdig erscheint das so genannte "Flehmen": Dabei nimmt das Pferd den Kopf hoch und streckt die Oberlippe in die Luft. Pferde flehmen, wenn sie einen besonderen Geruch bemerken – dadurch werden die Nüstern verschlossen und der Geruch intensiver wahrgenommen.

Auf der anderen Seite kann das Flehmen auch ein Zeichen für Schmerzen sein, zum Beispiel bei einer Kolik.

Mit den Nüstern kann das Pferd ebenfalls kommunizieren: Aufgeblähte Nüstern können auf Aufregung und/oder Angst hindeuten. Pferde haben einen sehr feinen Geruchssinn – sobald das Tier einen unbekannten oder verängstigenden Geruch wahrnimmt, stellt es sich deshalb auf eine mögliche Flucht ein.

Augen

Genau wie beim Menschen auch, geben Pferdeaugen viel über die derzeitige Stimmung preis.

  • Wache, lebhafte und glänzende Augen zeigen, dass es Ihrem Vierbeiner gut geht.
  • Panik: Das Pferd rollt mit den Augen und der weiße Teil des Auges wird sichtbar. Versuchen Sie Ihr Pferd umgehend zu beruhigen.
  • Trübe und stumpfe Augen bzw. ein ausdrucksloser Blick können auf Schmerzen und Unwohlsein hinweisen.

Schweif

Auch der Schweif kann viel über die Stimmung Ihres Pferdes aussagen:

  • Ist der Schweif etwas angehoben und pendelt? Dann ist das ein Hinweis auf Entspannung. Ein angehobener Schweif kann auch ein Zeichen für besonders gute Laune und Übermut sein.
  • Energisches Schlagen kann hingegen auf Unzufriedenheit hindeuten. Es kann allerdings auch sein, dass Ihr Vierbeiner versucht, Fliegen oder andere nervende Insekten zu vertreiben. Manchmal tritt das Pferd dann auch mit den Beinen – Passen Sie im Sommer deshalb besonders beim Striegeln auf, dass Sie nicht getreten werden.
  • Sollte Ihr Freund seinen Schweif zwischen die Hinterbeine geklemmt haben, kann dies auf ein ängstliches Verhalten hinweisen.

Huf- und Beinbewegungen

Das Stampfen mit dem Huf ist oft ein Zeichen von Ungeduld, kann aber auch eine Warnung sein, wenn Sie bspw. gerade eine schmerzempfindliche Stelle berührt haben.

Eine gesenkte Haltung und ein angewinkeltes Hinterbein sind ein Zeichen für Entspannung.

Natürlich gibt es noch viele andere Gesten, mit denen Ihr Vierbeiner Ihnen seine Gefühls- und Stimmungslage mitteilt. Um Ihr Pferd immer besser zu verstehen, sollten Sie so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen. So lernen Sie sich immer besser kennen.

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